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Familienstellen nach Hellinger | Visionssuche Systemische Aufstellungsarbeit nach Hellinger Auch wenn wir uns fast ausschließlich als getrennte Einzelwesen erfahren, sind wir dennoch eingebettet, Teile eines größeren Ganzen. Die holistische Sicht kann uns helfen, dies besser zu verstehen. Beginnend bei einer einzelnen Zelle, und als solche eine Ganzheit, ist sie dennoch ein Teil, z.B. von einem Körperorgan. Dieses ist wieder, für sich genommen, ein Ganzes und doch Teil eines Körpers. So gehören auch wir den verschiedensten Systemen an, wie etwa unserer Ursprungsfamilie, unserer Gegenwartsfamilie, oder dem System unserer Volkszugehörigkeit. Wie ein Organ eine Störung haben kann, trifft dies auf alle Systeme zu. Diese Störungen können sich körperlich, seelisch, geistig oder auf allen drei Ebenen gleichzeitig Ausdruck verleihen. Das erfahren wir als leidvoll und wirkt so in unsere Systeme hinein. Das gleiche geschieht mit jedem einzelnen Schicksal, das dem System zugehörig ist, und hieraus entstehen häufig Verstrickungen. Z.B. wenn ein Kind (unbewusst) sagt lieber ich, als du oder ich folge dir nach. Dann ist das Kind verstrickt mit dem Schicksal des anderen, z.B. der Mutter. Aus der blinden Liebe heraus, will es das Schicksal der Mutter auf sich nehmen oder es mit ihr teilen. Das kann natürlich nicht gelingen. Im Alltag kann sich dies etwa so darstellen: Die Mutter ist zurückgezogen, dem Leben abgewandt, depressiv. Das Kind versucht erst, die Mutter zu retten. Doch es gelingt ihm nicht, die Mutter in die Lebendigkeit zurückzubringen. Im gleichen Lebensalter, wie bei der Mutter die Symptome in Erscheinung traten, wird nun das Kind depressiv. Es folgt der Mutter nach. Hier wird sichtbar, dass es ein unbewusster Akt der Liebe ist. Doch blinde Liebe löst nichts und heilt nicht. Im Gegenteil, die Verstrickung lässt uns leiden. Ziel der Aufstellungsarbeit ist es, Verstrickungen, die im Verborgenen wirken, sichtbar zu machen und blinde Liebe in eine sehende zu verwandeln. Die sehende Liebe ermöglicht es, unseren Platz einzunehmen und auch den Anderen auf seinem Platz, mit seinem Schicksal zu sehen und dem in Liebe zuzustimmen. Dann kann Lebendigkeit und liebevolle Zuwendung an die Stelle von Verstrickung und Leid treten. Seminare
Termin 1: 24.-25.03.2012 |
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